Sonntag, 14. September 2014

Verbindungsetappe

heißt im Rallyesport die nicht gezeitete Strecke zwischen zwei Sonderprüfungen. So etwas im Urlaub ? Klar bei dem Ziel - aber der Reihe nach.
Erst mal relaxen, und das am Sandstrand mitten in Kanada - am Okanagan Lake in Kelowna. Es läßt sich aushalten.
Hier gibt es seit 6 Jahren eine elegante Bogenbrücke über den See, welche die alte Schwimmbrücke ersetzt und uns die Verbindung zwischen dem Campingplatz und der Weinprobe am Abend ungemein erleichterte. :-)
Bei dieser Stimmung war der Taste ein Genuß, allerdings nicht ganz für mich, durfte fahren, shit happens.
Ein Telefonanruf bei einem befreundeten Ehepaar, welches auch in den Rockies Urlaub machte, brachte eine nachträgliche Zeitüberschneidung am selben Ort, quasi der "gekrümmte Raum" der Ferienzeit, frei nach Albert. So kam es zu einer schnellen Verbindungsetappe ( schlappe 600 kurvigste Kilometer ) auf den Highways 6, 31a und 3 über den Arrow Lake, den mit Abstand längsten See der drei überquerten
mit der kleinen Fähre. Danach über den Kootenay Lake mit der großen Fähre ( der treue Leser erinnert sich, hier war ich schon im Winter mit dem Truck ).
Wir erreichten das Ziel rechtzeitig, und hatten einen sehr gemütlichen, überaus netten, "bierhaltigen" Abend. Diesmal brauchte ich nämlich nicht zu fahren. Und während der eine Urlaub endete, startet die zweite Hälfte unseres Urlaubs in der Wildnis am St. Mary Lake.


take care and see you soon

Mittwoch, 10. September 2014

Kapriolen

Bei meiner täglichen Transportaufgabe gab es eine angenehme Abwechslung. Einen Tag lang folgte mir nach Spokane ein lieber Freund mit seinem Volvo.
Wir haben den CB Funk strapaziert, bis die Antennen glühten, folgten wir doch mehr oder weniger unmittelbar aufeinander. Es gab auch keinen Terminstress, so dass ein nachmittäglicher gemeinsamer Rhababerkuchen den Trip abrundete.
Weniger rund ging es davor und danach auf dem Highway zu. Es gab einen Hagelschauer mit einer stark reduzierten Fahrtgeschwindigkeit - Sicht gegen Null - Foto kam später :-).
Und ein paar Tage später auf 1500m Höhe bereits den ersten Schnee.
Dieses Bild ist wirklich vom 3. September 2014. So unglaublich, dass ich den Truck auf dem Yard parkte, und schnellstens in den "Sommer"Urlaub startete. Auf dem nur 1300m hohen Rogers Pass war glücklicherweise von Schnee keine Spur mehr.
Der PickUp hatte seinen Spaß mit dem Trailer, dies brachte eine unübliche :-) hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, und wir lernten auf der Passhöhe Interessantes über die Battle gegen den Snow, die die Jungens hier seit Beginn des Baues der Straße führen. 
Im Gegensatz zur Bahnstrecke gibt es diese Straßenverbindung erst seit 1950. Kanada ist wirklich ein junges Land. Nach einem Kurzstopp im Canyon der heißen Quellen ( 42 Grad Celsius hatte der Pool ) genießen wir ein paar Tage im windigen und überraschend kühlen Kelowna BC.
Die modernen "Piraten" oder ? Tourieabzocker ? haben noch geflaggt, mit uns aber keine Beute gemacht. Wir sehen ja auch nicht nach europäischen Touries aus - hihi - sind schon richtig angepasst.


take carre and see you soon



Freitag, 22. August 2014

Still ruht der See

es regnet leise, man könnte sagen Wetter sch - nein, nein. Wir gönnten uns nochmal ein eigenes "long Weekend" ( 3 Tage frei ) und zogen in den hinteren Teil des Kananaskis Country. Obwohl perfect geplant spielte diesmal halt das Wetter nicht mit - eindrucksvoll war´s in jedem Fall,
nur die Stimmung anders.
Da wir sicher waren, wir würden mehr größere Tiere sehen, als den großen Elch auf der Zufahrt, habe wir ihn nicht "festgehalten". Aber weitere größere Wildtiere waren diesmal Fehlanzeige, so mußten es die Kleinen "ausbaden" ( wie immer ).
Die waren dafür possierlich und ganz schön zutraulich, so sehr, dass wir aufpassten, das die Tür zum Trailer zu blieb. Ausgespannt haben wir trotzdem und ein bischen hiking gab es auch. Ich bin es wirklich auf dem Foto
Der Heimweg führte über den noch bis vor kurzem gesperrten Teil des Hwy 40. Hier gab es letztes Jahr durch das Hochwasser schwere Schäden, in der Natur und an der Straße, unter anderem fehlte
die Brücke. Das Wasser nahm sie einfach mit
nur die alte Leitplanke hielt sich an sich selbst fest. Glücklicherweise existiert nun eine Behelfsbrücke, so das wir nicht durch das Geröll fahren mußten. Das die zukünftigen Steaks da mal wieder nicht in ihrem Storage blieben, rundet den Sachverhalt der vermissten größeren Tiere ab.



take care and see you soon



Samstag, 2. August 2014

don´t pay the ferryman

In der östlichen Ebene Alberta´s steht ein Schild: Trucks use lower gear.
Wie jetzt, runterschalten in der flachen Ebene, wo man bis zum Horizont sieht ?
Tatsächlich, ohne weitere Ankündigung ging es relativ steil hinab in einen Canyon
über eine altertümlich anmutende Brücke
und eine ebensolche Fähre
die an zwei Seilen hing und uns kostenfrei ( siehe Titel ) weiter in die Vergangenheit beförderte. Man muß wissen, hier war in grauer Vorzeit mal ein Meer und Sumpf und ähnliches, und die Natur kreierte nebenbei diesen Canyon, wo man vielerlei Millionen Jahre alte Tiere, bzw deren Reste fand.
Sehr anschaulich hat man diese in einem Museum ausgestellt, selbst mir, der ich mit so etwas wenig anfangen kann, hat diese Darstellung gefallen.


Ganz schön alt die Kerle, dabei konnte man sich richtig vorstellen, was die so den lieben langen Tag getrieben haben. Glücklicherweise gab es ja da noch keine Menschen :-). Und wir hofften auch, daß dies die Wahrheit war, die man uns lehrte, und folgender Geselle, der auf der Heimfahrt am Straßenrand auftauchte
künstlicher Natur war. Wer weiß schon, wer an welchem Zeitrad drehen kann, der außergewöhnliche, oder vielleicht mystische Himmel nährte auf der Heimfahrt die Phantasie.


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Dienstag, 22. Juli 2014

Das Stopp-Männchen

Die Wege sind weit in Canada. Die Straßen um so länger und bedürfen mannigfaltiger Wartung. Da Safety First gilt, gibt es öfter einspurigen Verkehr. Das zügige "knappe Vorbeibrettern" wie in Deutschland ist hier absolut tabu. Längere Staus sind dabei eher selten, und so wird dies angekündigt
Hier empfiehlt es sich schon langsamer zu werden und bremsbereit zu sein
und dann der finale Hinweis. Und so findet man von Mosquitos umschwärmt, von der Sonne erwärmt, oder auch vom Regen durchweicht, je nach Wetterlage, das durchaus motivierte Stoppmännchen
Die Notwendigkeit des Helmes hat sich mir allerdings noch nicht erschlossen. Sei´s drum, voll equipped und mit Sprechfunk geregelt. Hier ging es immerhin um eine Feuchtreinigung des Seitenstreifens.
Und bei derart unübersichtlicher Kurvenlage hofft man, dass das andere Stoppmännchen die Tafel richtig herum hält, damit einem keiner entgegenkommt :-)) - geklappt, wenn ich SLOW sehe hat der Gegenverkehr STOP - Ob hier eine Mutation vorlag, die auch hinten Augen hat, damit sie nicht überrollt wird, war im Moment des Passierens leider nicht erkennbar.




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Freitag, 11. Juli 2014

Touri Saison

Wenn man in einem landschaftlich sehr reizvollen "Fleckchen" arbeitet, darf man sich nicht über die Touristen wundern. Leider realisieren manche nicht, dass es nur eine Straße gibt, die andere auch zum beruflichen Vorwärtskommen benötigen, und keine Zeit zum "bummeln" haben. Vorhandene Ausweichmöglichkeiten werden dazu gerne ignoriert. Miteinander ist hier glücklicherweise nicht so ein Fremdwort wie in Deutschland, könnte aber noch besser sein. Da möchte man manchmal schon ein bischen "schieben".
"Natürlich" ist und bleibt dies nur ein Traum. Es gibt aber eine Lösung.
Man hakelt den eigenen Trailer unter, und reiht sich in die Schlange der Touries ein:-). Die US Boys hatten ihren Nationalfeiertag dankenswerterweise dieses Jahr an einem Freitag, so gab es "nichts zu holen", was ich umgehend in einen freien Tag umsetzte, und mit meiner Besten in die nahen Rockies zog.
Und nach einem ausgiebigen "Country-Frühstück"
mit allem was dazugehört, ging es die nähere Umgebung erkunden.
Die dichten Wälder wurden sicherheitshalber vom Straßenrand fotographiert, und die Elchkuh genauso

Die Freunde sind ja nicht ganz ungefährlich, weil man nie weiß, was ihnen auf den Keks geht, und wer dann das Ziel ihrer Attacke wird. Im Gegensatz zu ihm hier
da bestand nun gar keine Gefahr. Die Natur war mal wieder überwältigend. Und wie immer geben die Bilder nur einen kleinen Eindruck wieder, leider.
Und das "Gebirg aus Stein" ist tatsächlich ein Faltengebirge, so man es erkennen kann.
Ob hier schon eine "Wasserstraße" erkennbar ist ?
Wir haben die 2 1/2 Tage genossen, und für die Zukunft wieder eine schöne Ecke mehr entdeckt.






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Donnerstag, 3. Juli 2014

Rock and Roll

oder Heimatkunde Teil 1. Endlich passte es mal, schon wie oft durchgefahren, eigentlich fast täglich, aber entweder keine Zeit, oder schlechtes Wetter, falsches Licht, diesmal nicht, und so gibt es einen Bericht über einen ziemlich großen Felsrutsch im Süden Alberta´s.
Es fehlt einfach ein Stück vom Turtle Mountain. Was da runterrutschte verteilte sich meterhoch über die ganze Talbreite.
Heute gibt es neben der Straße einen Parkplatz mit einer Gedenktafel

Wie früher schon mal erwähnt, durch anklicken wird das Bild größer, mit der Zurücktaste gelangt man wieder zum Text. So sollte der Artikel lesbar sein, wenn gewünscht. Es war 1903, dauerte 100 Sekunden, und kostete bedauerliche 70 Meschenleben.
Ich hoffe immer, dass der Rest oben bleibt, wenn ich da durchrolle. In Canada wird einem sehr oft die unbändige Kraft der Natur bewußt, das ist im zugebauten, vollgestopften Deutschland nur noch schwer zu finden - finde ich.



take care and see you soon