Freitag, 22. August 2014

Still ruht der See

es regnet leise, man könnte sagen Wetter sch - nein, nein. Wir gönnten uns nochmal ein eigenes "long Weekend" ( 3 Tage frei ) und zogen in den hinteren Teil des Kananaskis Country. Obwohl perfect geplant spielte diesmal halt das Wetter nicht mit - eindrucksvoll war´s in jedem Fall,
nur die Stimmung anders.
Da wir sicher waren, wir würden mehr größere Tiere sehen, als den großen Elch auf der Zufahrt, habe wir ihn nicht "festgehalten". Aber weitere größere Wildtiere waren diesmal Fehlanzeige, so mußten es die Kleinen "ausbaden" ( wie immer ).
Die waren dafür possierlich und ganz schön zutraulich, so sehr, dass wir aufpassten, das die Tür zum Trailer zu blieb. Ausgespannt haben wir trotzdem und ein bischen hiking gab es auch. Ich bin es wirklich auf dem Foto
Der Heimweg führte über den noch bis vor kurzem gesperrten Teil des Hwy 40. Hier gab es letztes Jahr durch das Hochwasser schwere Schäden, in der Natur und an der Straße, unter anderem fehlte
die Brücke. Das Wasser nahm sie einfach mit
nur die alte Leitplanke hielt sich an sich selbst fest. Glücklicherweise existiert nun eine Behelfsbrücke, so das wir nicht durch das Geröll fahren mußten. Das die zukünftigen Steaks da mal wieder nicht in ihrem Storage blieben, rundet den Sachverhalt der vermissten größeren Tiere ab.



take care and see you soon



Samstag, 2. August 2014

don´t pay the ferryman

In der östlichen Ebene Alberta´s steht ein Schild: Trucks use lower gear.
Wie jetzt, runterschalten in der flachen Ebene, wo man bis zum Horizont sieht ?
Tatsächlich, ohne weitere Ankündigung ging es relativ steil hinab in einen Canyon
über eine altertümlich anmutende Brücke
und eine ebensolche Fähre
die an zwei Seilen hing und uns kostenfrei ( siehe Titel ) weiter in die Vergangenheit beförderte. Man muß wissen, hier war in grauer Vorzeit mal ein Meer und Sumpf und ähnliches, und die Natur kreierte nebenbei diesen Canyon, wo man vielerlei Millionen Jahre alte Tiere, bzw deren Reste fand.
Sehr anschaulich hat man diese in einem Museum ausgestellt, selbst mir, der ich mit so etwas wenig anfangen kann, hat diese Darstellung gefallen.


Ganz schön alt die Kerle, dabei konnte man sich richtig vorstellen, was die so den lieben langen Tag getrieben haben. Glücklicherweise gab es ja da noch keine Menschen :-). Und wir hofften auch, daß dies die Wahrheit war, die man uns lehrte, und folgender Geselle, der auf der Heimfahrt am Straßenrand auftauchte
künstlicher Natur war. Wer weiß schon, wer an welchem Zeitrad drehen kann, der außergewöhnliche, oder vielleicht mystische Himmel nährte auf der Heimfahrt die Phantasie.


take care and see you soon



Dienstag, 22. Juli 2014

Das Stopp-Männchen

Die Wege sind weit in Canada. Die Straßen um so länger und bedürfen mannigfaltiger Wartung. Da Safety First gilt, gibt es öfter einspurigen Verkehr. Das zügige "knappe Vorbeibrettern" wie in Deutschland ist hier absolut tabu. Längere Staus sind dabei eher selten, und so wird dies angekündigt
Hier empfiehlt es sich schon langsamer zu werden und bremsbereit zu sein
und dann der finale Hinweis. Und so findet man von Mosquitos umschwärmt, von der Sonne erwärmt, oder auch vom Regen durchweicht, je nach Wetterlage, das durchaus motivierte Stoppmännchen
Die Notwendigkeit des Helmes hat sich mir allerdings noch nicht erschlossen. Sei´s drum, voll equipped und mit Sprechfunk geregelt. Hier ging es immerhin um eine Feuchtreinigung des Seitenstreifens.
Und bei derart unübersichtlicher Kurvenlage hofft man, dass das andere Stoppmännchen die Tafel richtig herum hält, damit einem keiner entgegenkommt :-)) - geklappt, wenn ich SLOW sehe hat der Gegenverkehr STOP - Ob hier eine Mutation vorlag, die auch hinten Augen hat, damit sie nicht überrollt wird, war im Moment des Passierens leider nicht erkennbar.




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Freitag, 11. Juli 2014

Touri Saison

Wenn man in einem landschaftlich sehr reizvollen "Fleckchen" arbeitet, darf man sich nicht über die Touristen wundern. Leider realisieren manche nicht, dass es nur eine Straße gibt, die andere auch zum beruflichen Vorwärtskommen benötigen, und keine Zeit zum "bummeln" haben. Vorhandene Ausweichmöglichkeiten werden dazu gerne ignoriert. Miteinander ist hier glücklicherweise nicht so ein Fremdwort wie in Deutschland, könnte aber noch besser sein. Da möchte man manchmal schon ein bischen "schieben".
"Natürlich" ist und bleibt dies nur ein Traum. Es gibt aber eine Lösung.
Man hakelt den eigenen Trailer unter, und reiht sich in die Schlange der Touries ein:-). Die US Boys hatten ihren Nationalfeiertag dankenswerterweise dieses Jahr an einem Freitag, so gab es "nichts zu holen", was ich umgehend in einen freien Tag umsetzte, und mit meiner Besten in die nahen Rockies zog.
Und nach einem ausgiebigen "Country-Frühstück"
mit allem was dazugehört, ging es die nähere Umgebung erkunden.
Die dichten Wälder wurden sicherheitshalber vom Straßenrand fotographiert, und die Elchkuh genauso

Die Freunde sind ja nicht ganz ungefährlich, weil man nie weiß, was ihnen auf den Keks geht, und wer dann das Ziel ihrer Attacke wird. Im Gegensatz zu ihm hier
da bestand nun gar keine Gefahr. Die Natur war mal wieder überwältigend. Und wie immer geben die Bilder nur einen kleinen Eindruck wieder, leider.
Und das "Gebirg aus Stein" ist tatsächlich ein Faltengebirge, so man es erkennen kann.
Ob hier schon eine "Wasserstraße" erkennbar ist ?
Wir haben die 2 1/2 Tage genossen, und für die Zukunft wieder eine schöne Ecke mehr entdeckt.






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Donnerstag, 3. Juli 2014

Rock and Roll

oder Heimatkunde Teil 1. Endlich passte es mal, schon wie oft durchgefahren, eigentlich fast täglich, aber entweder keine Zeit, oder schlechtes Wetter, falsches Licht, diesmal nicht, und so gibt es einen Bericht über einen ziemlich großen Felsrutsch im Süden Alberta´s.
Es fehlt einfach ein Stück vom Turtle Mountain. Was da runterrutschte verteilte sich meterhoch über die ganze Talbreite.
Heute gibt es neben der Straße einen Parkplatz mit einer Gedenktafel

Wie früher schon mal erwähnt, durch anklicken wird das Bild größer, mit der Zurücktaste gelangt man wieder zum Text. So sollte der Artikel lesbar sein, wenn gewünscht. Es war 1903, dauerte 100 Sekunden, und kostete bedauerliche 70 Meschenleben.
Ich hoffe immer, dass der Rest oben bleibt, wenn ich da durchrolle. In Canada wird einem sehr oft die unbändige Kraft der Natur bewußt, das ist im zugebauten, vollgestopften Deutschland nur noch schwer zu finden - finde ich.



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Samstag, 28. Juni 2014

Ziffernspiele

mit und ohne Rundungsdifferenzen. Jetzt weiß ich endlich mal genau wie schwer mein Truck mit Trailer ist, wenn er leer ist. Leider habe ich mir den Füllstand meines Coffeemugs nicht gemerkt :-(.
Das Gewicht sind natürlich keine Tonnen sondern Pounds. Maximal dürfen wir in den USA 80.000 Pounds Gesamtgewicht fahren, bischen über 36 to, also ca 10% leichter als in Germany. Der Hinweis nach der Grenze in Canada stimmt fast,
die 60 Meilen sind 97km/h, aber so genau nimmt das hier niemand, glücklicherweise sind unsere Tacho´s mit km und Meilenangaben bestückt, also reicht ein Blick, und man muß nicht immer umrechnen :-).
Der Tachostand meiner Lady erinnerte mich dann daran, dass wir nun genau ein Jahr zusammen sind, und ziemlich genau 200.000 km gemeinsam erlebt haben, Wahnsinn, und das im Lehrjahr.
Nicht vorenthalten möchte ich folgendes Bild, bei uns sind ja immer die Türen zu, und ich kann mir nur manchmal ausmalen, wie es dahinter aussehen könnte. Offensichtlicher war das hier, Ladungssicherung leicht verbesserungswürdig, immerhin stand eine Gasflasche schon mal in einer Plastikbox :-).
Ob Umzug, oder Aufbruch ins lange Wochenende ? Wer weiß, ich weiß, dass ich langes Wochenende habe, auch mal schön, und mein Kunde nächste Woche in alter Frische hoffentlich auf mich wartet.



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Montag, 23. Juni 2014

Ungewöhnlich

nach dem Freitag der 13. ohne Zwischenfälle verlief :-)), gab es danach nur noch Ungewöhnliches. Alles passierte innerhalb der letzten Woche, und am Samstag hatte meine Beste dazu Ihren "optischen" Abschlusstest in Edmonton, und ich durfte noch für eine Woche Schicht tauschen, das hieß Start am Sonntag, also einen Tag früher als gewöhnlich, man hilft ja gerne. Das einzige was auf der Strecke blieb, war das Wochenende, es glänzte durch nicht vorhanden. Dafür gab es eine neue kleine Abkürzung zum Highway.
Beim Nutzen selbiger stellte sich heraus, ich war nicht der einzige. Der Gipfel dann diese Woche das Flugzeug im Tiefflug im Gegenverkehr. Der "Pilot" vorne hatte die Sache im Griff,
also ein bisschen Rückwärtsfahren, dann passte es. Mehr Rückwärtsfahren wurde hier geübt. Für Kenner: Swift war diesmal "schuldlos", was wahr ist muß wahr bleiben :-)).
Die Szene war völlig ungefährlich, sieht aber auf einem 4 lane Highway toll aus, der Volvo wurde rückwärts geschleppt :-)). Etwas gefährlicher war dann schon einer meiner Trailerreifen, der einfach so explodierte. Den Knall hörte man, mit Radio, im 23m entfernten Führerhaus deutlich.
Die Lauffläche verabschiedete sich zügig vom Rest des Reifens, rollte in den Grünstreifen, und traf glücklicherweise außer zwei Hängerleuchten nichts. So wartete ich vor den Toren der Millionenmetropole Calgary drei Stunden auf den Reifendienst, morgens um elf, nicht mitten in der Nacht, das ging in den tiefen Wäldern auch schon schneller :-)). Hätte mal besser die Reifen von dem John Deere draufgehabt.
Die sahen schon von weitem besser aus, allerdings mit ca 40 km/h auf einem dreispurigen Highway - ohne eine einzige Warnleuchte, naja, mancher kennt halt gar keinen Schmerz.


take care and see you soon