Dienstag, 28. Oktober 2014

shared green

aus gegebenem Anlass, meine Beste feierte Ihr Wiegenfest, stand ein Wochenendausflug an. Die Wahl fiel auf Banff, dieses Örtchen ist auch öfter einen Besuch wert. Am Tag vorher erhielt ich von unserem Werkstattleiter bei einem Plausch einen Tipp zum Wildlife looking.
Also auf in die Wildnis ?
Die Nationalparkverwaltung war informiert und hatte zuvorkommend vorgesorgt.
Naja, nicht ganz, die Hirsche, die wir beobachten wollten, verbrachten ihre Zeit auf dem Golfplatz am Rande von Banff. Für die Golfer bereits geschlossen, hatten sich 3 Rudel dort häuslich eingerichtet. Zwei 12 Ender und ein 10 Ender bewachten ihre Harems, waren aber glücklicherweise sonst friedlich. Es war faszinierend diese Tiere zu beobachten, leider hat die Abenddämmerung besser ausgeleuchtete Bilder erschwert.
Die Gaspipline hat er nicht angebohrt ;-)
Der Harem macht es sich derweil auf dem Green gemütlich
und ist am Wiederkäuen
während die Herren das Gelände argwöhnisch beobachten, insbesondere, wenn sie noch nicht soviel Geweihenden besitzen. So wird der großzügige Golfplatz auch nach der Spielsaison sinnvoll genutzt. Dazu passt die Radiomeldung vom Montag: Die Bevölkerung wird gebeten die Kürbisse bitte im Haus aufzustellen, noch nicht alle Bären sind im Winterschlaf - Das ist Kanada außerhalb der Millionenstädte.
Da wir keine Halloween Fans sind, konnten wir ungefährdet, falls es ein Wildtier in unsere Straße geschafft hätte, am Morgen folgenden Sonnenaufgang vor unserem Heim festhalten.


take care and see you soon


Freitag, 17. Oktober 2014

zur glücklichen Rübe

Während der Herbst sich unaufhaltsam breit macht in Western Canada, mit Nebel am Morgen
und bunten Blättern an manchen Bäumen
haben über den Sommer ein paar rührige Mädels ein Cafe eröffnet. Die gestandenen Damen wählten einen passenden Platz am Highway 3, ich habe den Fortgang der Arbeiten täglich mit verfolgt, und als das Cafe eröffnet war hielt natürlich die Büffelherde zum Testen einzug.
Innen mehr als gemütlich, man könnte sagen, urig, ist Happy Turnip, also zur glücklichen Rübe, immer einen Stop wert. Ich werde Daumen drücken das genug Gäste das junge Unternehmerteam mit Umsatz versorgen, und es hier im Nirgendwo noch lange Cafe gibt.
Das ist nicht das Wohnzimmer des Eigentümers sondern gemütlicher Teil des Gastraumes.
Natürlich Trucker freundlich, der alte Cabover steht auf einem Firstbalken, das Essen, alles homemade, ist reichlich und schmeckt mal ganz fein.
Dazu gibt es ungefragt 4 halbe Scheiben Toast mit Marmelade und richtige Bratkartoffeln - lecker. Auch über die Preise kann man gar nicht meckern, die Ladys machen wahrlich einen guten Job mitten in der Wildnis. Zum googeln: 10 km östlich Yakh am Hwy 3.
Derart wohlversorgt läßt es sich trefflich weiter cruisen, entweder nach einem Stück Kuchen Richtung USA, oder nach einem Frühstück noch schlappe 450 km nach Hause.



take care and see you soon



Freitag, 10. Oktober 2014

Der ELCH

oder auch Moose is loose.
Meine Beste begleitete mich zwei Tage, sie war off, ich war on :-)). Ein bisschen den Indian Summer in Alberta, British Columbia und Idaho genießen. Ich mache das ja täglich, und wollte Ihr die Schönheiten nicht vorenthalten.
Während die Countryside noch schläft, durften wir schon anfangen mit der Hatz durch die Wälder.


Glücklicherweise wurde es ein herrlicher Tag.
Aber damit nicht genug. Kurz ( ca 100km ) vor der Millionenmetropole Calgary ( drum herum ist halt viel nichts ) entdeckten die scharfen Augen meiner Besten ein Tier, welches so nicht auf die Kuhweide gehörte. Rechts ist eine Kuh zu sehen.
Es war ein junger Elchbulle, der sogleich locker den Zaun übersprang, während ich den Truck hügelabwärts zu stehen brachte, um zu schauen, was der Junge da noch so anstellte.
Er begab sich gemütlich mitten auf den Highway und musterte die Umgebung
Und zum Beweis, dass es keine Fotomontage ist, hier noch ein Bild mit ein bisschen Anhänger.
Glücklicherweise hinter dem Truck, ich hätte ihn nicht vor der Haube haben wollen.
Nach einem eleganten Hopser über den zweiten Zaun war er zügig im Buschland verschwunden. Ob er die Kühe wieder besucht ? Man darf gespannt sein.



take care and see you soon


Freitag, 3. Oktober 2014

Manchmal halt

Auf den langen einsamen Etappen in den unendlichen Wäldern Kanadas, jaja . Man hört Radio, hat auf einmal einen Oldie im Ohr, der einem nicht mehr aus dem Gehörgang geht. Dann kommen Bilder hinzu, und abends baut man dann eine kleine Schnulze zusammen. Ein bischen Werbung, angereichert durch überzähliges Bildmaterial ergab das folgendes Ergebnis. Lautsprecher einschalten nicht vergessen :-)). Enjoy



                                      




take care and see you soon


Sonntag, 28. September 2014

Straßen TÜV

der Alltag hat mich wieder. Es herbstelt schon, die Touries sind größtenteils verschwunden, obwohl jetzt eine der schöneren Jahreszeiten beginnt. Die Straßen sind leer in den Rockies, die Stimmung einfach nur schön
Die Sonne passte genau in den Brückenbogen, timing ist alles :-))



Und wärend der manchmal vorhandene Frühnebel von der Sonne aufgesogen wird, macht sich die Idaho State Police an ihr Tagesgeschäft, den Straßen TüV.
In ihren schicken schwarzen PickUps sperren sie bewaffnet mit Colt und Rollbrett, Schutzweste übergezogen, den Highway und kontrollieren Trucker und Trucks auf Herz und Nieren.
Hier ist übrigens der finale Beweis, das auch Cattle Trucks dabei sind, obwohl die schon eine harte Geruchsbelästigung darstellen, und die Officers bei diesen Kontrollen sicher nicht zu beneiden sind. Ob sie sich wirklich unter die schwer undichten Trailer legen habe ich noch nicht gesehen :-)).
Den Grill habe ich zu spät bemerkt, um ihn abzulichten, aber am Mittag ist die Kontrollstelle verwaist und die Herren am BBQ, man gönnt sich ja sonst nichts.
Nicht das ich jetzt bis Mittag gewartet hätte, außerdem habe ich einen Sticker am Truck, der mich vor wiederholten Kontrollen schützt, aber immer Donnerstags passiere ich die Stelle zweimal, und die einsamen Hütchen haben mich schwer amüsiert.
Und schon wieder ist eine Woche vorbei - time is running short, und die Tage werden definitiv kürzer, was mich solche Sonnenuntergänge erleben lässt, bevor ich in der Koje liege.
Derart angestrahlt fühlen sich Truck and Driver pudelwohl und freuen sich auf´s Wochenende.
Für die genauen Beobachter: Der Trailer mit der Aufschrift Sunrise, ließ sich leider nicht gegen einen mit Sunset tauschen :-)).


take care and see you soon


 

Sonntag, 21. September 2014

Unglaublich Aber Wahr

wirklich, alles was Ihr hier in diesem Post lest und seht, ( und in den anderen natürlich auch :-) ) gibt es wirklich. Ich selbst hätte es nur mit Vorbehalt und Staunen geglaubt. Am See, fast in der Einsamkeit,
steht dieses wundervolle Haus. Schöner geht es kaum noch, oder ?
Glücklicherweise war es nicht zu verkaufen, und wir hätten es ja sowieso nicht bezahlen können, aber die Gedanken sind frei ! Und Träumen ausdrücklich erlaubt.
Die Zivilisation ein paar Hügel weiter protzte mit folgendem Schild.
Neugierig geworden, machten wir einen Besuch - Nur Fliegen ist schöner. Aber alles was da stand war
nein, nicht der Holzflieger, sondern
diese Kurzstrecken Turboprob. Während unseres Besuches verließ sie das Gelände - Mehr war nicht zu entdecken, außer einer riesigen Landebahn. Kaffee gab´s nicht, auch sonst war nichts los. Also weiter ins bayerische Dorf. Ja, das gibt es tatsächlich in den Rocky Mountains.
Fußgängerzone mit Lüftelmalerei in British Columbia.
Die Straße hieß wirklich "Am Platzl", so wie eines der "Gasthäuser".
Fahnen und Schilder waren mehr als bunt gemischt, beim Nachbarn war
von kanadischer Fahne bis zum Bundesadler so ziemlich alles vertreten, was man sich vorstellen kann.
Innen hing dazu alles Erdenkliche an den Wänden. Ich vermisste nur den "deutschen Schäferhund in Öl" :-)). Der Wirt, ein deutscher Einwanderer mit 69 Jahren war angetan von seinem Sammelsurium und erzählte reichlich von seinen Heldentaten von Hamburg bis zum Tegernsee. Ich fand es nur noch schmerzfrei, der gepriesene original Apfelstrudel, angeblich nach Oma´s Rezept, war allerdings der neuen Welt sehr angepasst und schwer verbesserungswürdig. Die Lokalität ist höchstens zum Schmunzeln, aber nicht zum Essen zu empfehlen.


take care and see you soon
 
 

Sonntag, 14. September 2014

Verbindungsetappe

heißt im Rallyesport die nicht gezeitete Strecke zwischen zwei Sonderprüfungen. So etwas im Urlaub ? Klar bei dem Ziel - aber der Reihe nach.
Erst mal relaxen, und das am Sandstrand mitten in Kanada - am Okanagan Lake in Kelowna. Es läßt sich aushalten.
Hier gibt es seit 6 Jahren eine elegante Bogenbrücke über den See, welche die alte Schwimmbrücke ersetzt und uns die Verbindung zwischen dem Campingplatz und der Weinprobe am Abend ungemein erleichterte. :-)
Bei dieser Stimmung war der Taste ein Genuß, allerdings nicht ganz für mich, durfte fahren, shit happens.
Ein Telefonanruf bei einem befreundeten Ehepaar, welches auch in den Rockies Urlaub machte, brachte eine nachträgliche Zeitüberschneidung am selben Ort, quasi der "gekrümmte Raum" der Ferienzeit, frei nach Albert. So kam es zu einer schnellen Verbindungsetappe ( schlappe 600 kurvigste Kilometer ) auf den Highways 6, 31a und 3 über den Arrow Lake, den mit Abstand längsten See der drei überquerten
mit der kleinen Fähre. Danach über den Kootenay Lake mit der großen Fähre ( der treue Leser erinnert sich, hier war ich schon im Winter mit dem Truck ).
Wir erreichten das Ziel rechtzeitig, und hatten einen sehr gemütlichen, überaus netten, "bierhaltigen" Abend. Diesmal brauchte ich nämlich nicht zu fahren. Und während der eine Urlaub endete, startet die zweite Hälfte unseres Urlaubs in der Wildnis am St. Mary Lake.


take care and see you soon